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Dieses
Konzept ist als Grundlage entworfen worden
um Perspektiven für einen zeitgemäßen und sinnvollen
Computereinsatz an unserer
Schule zu entwickeln. Teil
A: Allgemeine Zusammenhänge Gesellschaftliche
Dimension.
Die technische Entwicklung von PC (Personal Computer) und
Informationstechnologien (IT) hat zu tiefgreifenden Veränderungen der
modernen Industriegesellschaft geführt. Der PC als Arbeitsmittel und als
Schlüssel zum multimedialen und interaktiven Zugang zu riesigen Datenräumen
hat sich in einem bislang unbekannten Tempo in allen Bereichen
durchgesetzt. Neue Wirtschaftszweige mit eigenen Arbeitsprofilen entstehen
in neuen Märkten.
Zunehmend
besitzen die Kinder im Grundschulalter selbst einen PC oder teilen ihn mit
älteren Geschwistern. Genutzt werden die Geräte hauptsächlich für
Computerspiele (Ballerspiele), aber auch zum Schreiben von Texten und
gelegentlich zum Surfen im Internet. Dort wird von Kindern und
Jugendlichen überwiegend „gechattet“. Hier
ergeben sich Chancenungleichheiten geschlechtsspezifischer und
materieller
Es
sollte Aufgabe staatlicher Bildungspolitik sein, jedem Kind, unabhängig
von häuslichen Ressourcen und geschlechtsspezifischer Sozialisation
chancengleich einen Zugang zu PC und Internet zu ermöglichen. Und zwar in
jeder Altersstufe in dem Umfang, wie bereits heute PC zum Alltag gehören
und sich zukünftig entwickeln werden. Gute Absichtserklärungen sind oft
zu vernehmen, für die
Umsetzung gibt es bislang wenig Unterstützung. Daher sind Schulen vorläufig
auf Eigeninitiative angewiesen, notwendige Hilfe dafür gibt es von
Eltern, freien Initiativen und der Wirtschaft. Das
gesamte Schulsystem sollte sich auf jeder Ebene öffnen, um den Kindern ·
Chancengleichheit beim Zugang herzustellen, ·
Schlüsselqualifikationen im Umgang zu vermitteln und ·
Handlungskompetenz im multimedialen Lernen zu vermitteln. Den
Kindern in Osterholz-Scharmbeck stehen ab der fünften Klasse an weiterführenden
Schulen Computerräume und
Internetzugang nur mit sehr unterschiedlichen Standards zur Verfügung. An
Grundschulen gibt es bislang keine speziellen Computerräume. Dabei
erleben Kinder im Grundschulalter die neuen Technologien besonders
aufgeschlossen und ohne Berührungsängste. Teil
B: Computer an der GS Lindenstrasse Hardware
aktuell.
Computereinsatz an unserer Grundschule gab es schon von Beginn an: Der Förderverein,
kurz nach der Schule gegründet, hatte sich die Unterstützung bei der
Ausstattung der Schule mit PC zum ersten Schwerpunkt gesetzt. Gebrauchte
Geräte wurden angeschafft, Lernsoftware gekauft. Im Laufe der Zeit kamen
sporadisch weitere Altgeräte hinzu und wurden über die Klassen verteilt.
Die Ausstattung der einzelnen Klassen mit Hard- und Software erreichte ein
sehr unterschiedliches Niveau, auch in Hinblick auf Einsatzmöglichkeiten
und Praxis. Von einem einheitlichen und strukturierten Angebot konnte
nicht ausgegangen werden. So können in manchen Klassen die Kinder Texte
schreiben und ausdrucken, in anderen Klassen flackert -wenn überhaupt-
nur ein alter schwarz-weiß Bildschirm. Die
Betreuung der Geräte ist nicht
grundsätzlich organisiert, Schäden führen oft zum Totalausfall. Zum
Jahresende 1999 wird unsere
Schule über das Förderprojekt „Schulen ans Netz“ mit einem
Internetzugang ausgestattet. Im Förderprogramm aber nicht enthalten sind
entsprechende Geräte. Software
aktuell.
Zum Einsatz kommen Programme an unserer Schule
in verschiedenen Bereichen: -
als Schreibwerkzeug, zum Erstellen von Texten -
als Lernmittel, alternativ und ergänzend zu bekannten
Lernspielen -
als Datenbank, z.B. als Kinderlexikon Alle
Softwareprogramme laufen unterschiedlich in den einzelnen Klassen, nicht
jedes Gerät verfügt über jedes Programm. Die Einarbeitung der Lehrkräfte
in die Programme erfolgt nicht strukturiert. Eine Vernetzung aller Geräte
scheitert schon an den technischen Standards, wäre bei der Ausdehnung der
Schule zum augenblicklichen Zeitpunkt auch technisch und finanziell recht
aufwendig.
Zusätzlich
sollte der Zugriff auf Daten und Dokumentationen über feste Speicher
(CD-ROM) möglich sein. Um entsprechende Kompetenzen zu erlangen, muss die
gezielte Einarbeitung sowohl der SchülerInnen als auch der Lehrkräfte in
Kursform möglich sein. (Qualifikationszuwachs). Zielvorstellung
ist, dass möglichst alle Kinder zum Abschluss der Grundschule Grundverständnis
und Fertigkeiten im Umgang mit PC und IT haben und diese mit einem
Zertifikat nachweisen können.
Wir führen die Kinder an neue Technologien heran: Der
Raumbedarf berechnet sich so: 15 SchülerInnenarbeitsplätze von jeweils Weiterhin
dezentral in den Klassen verbleibt die Nutzung unterschiedlicher
Lernsoftware auf einem technisch nicht anspruchsvollen Niveau. Hier sollte
es möglich sein, nach einer Bestandsaufnahme alle Klassen mit einer
gleichmäßigen Grundausstattung zu versehen; Schulungen zur Software
finden dann im Computerraum statt. Realisation.
Unsere
Schule hat auf einen Spendenaufruf hin mehrere Rechner vom Typ 486 und
Pentium1 bekommen. Die
Installation und Einrichtung der Geräte ist sicherlich eine umfangreiche
Arbeit, die unsere Möglichkeiten übersteigt. Hier bietet sich die Hilfe
der speziellen Arbeitsgruppe „PC- Projekt-Werkstatt“ an, die Anfang
des Jahres in Osterholz-Scharmbeck eingerichtet wurde. In dieser Gruppe
erlangen beschäftigungslose Jungerwachsene unter Anleitung von Fachleuten
die Kompetenz zur Einrichtung und Betreuung von Computersystemen. Kosten
entstehen unserer Schule nur für Materialien. Einbindung
in den Schulalltag -
Nutzung des Computerraums: Grundsätzlich
sollen alle SchülerInnen darin jederzeit (unter fachlicher Betreuung)
arbeiten können. („Offener Computerraum“ und nicht „Allerheiligtum“)
Sie werden eigene Texte schreiben, speichern und ausdrucken. Einzelne
Klassenprojekte sollen über das Internet realisiert werden:
Email-Briefkontakte mit anderen Klassen/Kindern, Textprojekte wie
Fortsetzungsgeschichten schreiben mit anderen Schulen, Unterrichtsthemen
gemeinsam auch über Grenzen hinweg mit anderen Kindern erarbeiten und
austauschen, zum Beispiel im Projekt COMENIUS. Eine schuleigene Internetpräsenz
mitgestalten, indem Beiträge in einer Homepage veröffentlicht werden.
Durch diese Erfahrungen nutzen die Kinder bewusst eine neue Dimension des
Lernens. Damit
der Computerraum zuverlässig in der Schulzeit täglich genutzt werden
kann, wäre dieses Modell vorstellbar: An jedem Unterrichtstag ist der
Raum zu einer festgesetzten Zeit geöffnet und wird fachlich von einer
Lehrkraft betreut. Das bedeutet, dass zu dieser Zeit Kinder von der
Klassenlehrkraft zum Arbeiten in den Raum geschickt werden können. So
kann der Computerraum im Rahmen der eigenständig strukturierten
Wochenplanarbeit gut genutzt werden. Arbeit außerhalb dieser festen Zeit
ist ebenfalls mit Betreuung
einer Lehrkraft möglich. Voraussetzung
für die Arbeit im Computerraum ist eine Art Grundausbildung oder
Einweisung, die alle SchülerInnen in Kursform in halber Klassenstärke
absolvieren. Ergebnis könnte ein Computerführerschein sein, der die
Kinder auch für die Arbeit in den weiterführenden Schule qualifiziert. Ein
erster Einführungskurs beginnt im ersten Schuljahr, extra Stunden müssen
dafür nicht bereitgestellt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht
darin, jeweils eine Halbgruppe im dritten Schuljahr für zwei Monate im
Rahmen des Werkunterrichts im Computerraum an die neuen Technologien
heranzuführen. (Technisch orientierter Werkunterricht) Besonders
begabte oder interessierte SchülerInnen könnten sich zum „Computerscout“
qualifizieren, um anderen Kindern oder LehrerInnen im PC-Raum oder auch in
der Klasse weiterzuhelfen. Die
technische Betreuung und Wartung der Netzwerkanlage ist sicherlich sehr
zeitintensiv. Es ist schwer absehbar, mit welchem Arbeitsaufwand diese
Betreuung verbunden ist. (Reparaturen, Installationen, Wartung,
Netzwerkbetreuung etc.) Eine große Hilfe wäre in jedem Fall die
zugesicherte Unterstützung durch die neu eingerichtete Qualifizierungsmaßnahme
„PC-Projekt-Werksattt“. Unentbehrlich ist unsere eigene persönliche
Fortbildung. Langfristig
soll erreicht werden, und das gilt sicherlich für alle Schulen mit
Computereinsatz, dass für diese Arbeiten ein Schul-Computerassistent
eingestellt wird. Ebenso unverzichtbar ist die Forderung, das die
Ausstattung der Schulen mit Hard- und Software vom Schulträger auch im
Grundschulbereich verantwortet wird. Da
zur Zeit gesellschaftliche Erwartungen und administrative Möglichkeiten
oder Bereitschaft aber auseinander klaffen, müssen wir eigene Wege
finden, wenn wir unserer Verantwortung einer zeitgemäßen Schulbildung gerecht werden wollen. Also
sollten wir umgehend mit einem eigenen Projekt beginnen. Anmerkung:
Dieses
Konzept wurde auf einer Dienstversammlung und Schulelternratssitzung der
GS Lindenstraße vorgestellt und diskutiert.
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